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AUSTRIAN WHISKY TRAIL

NIEDERÖSTERREICH TOUR

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AWA Betrieb:

Whiskydestillerie J.Haider: 

ca. 65 km

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AWA Betrieb:

Destillerie Rogner: ca. 48,7 km

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AWA Betrieb:

Destillerie Weidenauer: ca. 21,8 km

Granit Destillerie: ca. 48,7 km

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AWA Betrieb:

Whiskydestillerie J.Haider:

ca. 15,2 km

Destillerie Rogner: ca. 48,7 km

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AWA Betrieb:

Destillerie Farthofer: ca. 65 km

Destillerie Weidenauer: ca. 15,2 km

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Start Niederösterreich Tour:

Granit Destillerie Entfernung zu Destillerie Rogner ca. 48,7 km

weiter zur Destillerie Weidenauer ca. 21,8 km

weiter zur Whiskydestillerie J. Haider ca. 15,2 km

weiter zur Destillerie Farthofer ca. 65 km

Austrian Whisky Trail

Niederösterreich Tour

Eigenes Korn und eigener Kopf

Most- und Waldviertel (NÖ)

 

Waldviertler Granitdestillerie:

Der Grenzgänger und die Neugierde

Ein Privathaus, hart an der tschechischen Grenze. Doch gehen erst die Türen auf, kommt man bei Günther Mayer aus dem Staunen nicht heraus. Denn es gibt wenig, was er noch nicht im Brennkessel hatte (nur auf das Zwiebel-Destillat spricht man ihn besser nicht an!). Neben Mandarine, Banane, Brotbrand und Ananas gehört aber der Whisky zu den „Früchten“ seiner 150 Liter-Brennblase. Der „W 4“ stellt als Blend mehrerer Kornbrände die Hommage an die Heimat Waldviertel dar. „Edelprinz“, „Goldader“ oder „Gluatnest“ nennt Mayer seine Brände, die sich aromatisch wunderbar unterscheiden.

Die fünf Whiskys des experimentierfreudigen Nebenerwerbsbrenners umfassen auch eine Spezialität, die einmalig ist und wie Schwarzbrot duftet. Die wilde, ursprüngliche Form des allgegenwärtigen Roggens, Waldstaude genannt, wurde hier zu einem Destillat für Kenner. Aber auch einen Dinkel-Single Malt gäbe es für Freunde von Raritäten. Das weiche, vom Granit gefilterte Wasser ist eines der Geheimnisse dieser ungewöhnlichen Kollektion. Alle weiteren verkostet man am besten selbst bei Günther Mayer.

Hier geht's zum Tour-Angebot der Waldviertler Granitdestillerie

 

Destillerie Rogner:

Eigenständig, beharrlich, intensiv

Elisabeth und Hermann Rogner sind echte „farmhouse distillers“: Gebrannt wird das Getreide vom eigenen Hof. Das hielt schon Hermanns Vater so, doch in Fässern veredelte es erst der Junior. Schon kurz nach der ersten Füllung folgte ein unvergessliches Ereignis – das Hochwasserjahr 2002 ließ das Korn so feucht werden, dass die Darre angeworfen wurde. Quasi aus der Not heraus entstand so der bislang älteste Austro-Whisky, der 18 Jahre alte, torf-rauchige „Old John“.

Sieht man von der Leidenschaft von „Hermano“ für das Rum-Destillieren ab, arbeitet man auch sonst weitgehend autark. Der eigene Wald etwa liefert das Holz, mit dem die „Holstein“-Brennblase befeuert wird. Und für Whisky-Freunde beginnt die Reise mit einem Brand, der gleich drei Getreide – Roggen, Weizen und Gerste – verbindet. Dieser „3/3“ zeigt Einsteigern, wie komplex Whisky sein kann. Ergattert man einen der rauchigen Rogner-Whiskys, stammt auch der Torf aus dem im Waldviertel. Noch mehr Highland-Feeling bietet nur ein Spaziergang hinunter zum Kamp – aber vorher ein Fläschchen Whisky mitnehmen!

Hier geht's zum Tour-Angebot der Destillerie Rogner

 

Destillerie Farthofer:

Konsequent von Feld bis Flasche

Doris Farthofer füllt eine Schale mit Knabbermalz. Besser kann man keinen Vorgeschmack auf Getreidebrände bekommen. Doch der Snack ist auch ein Signal – für die bedingungslose Nachhaltigkeit, die der Mostviertler Betrieb lebt. Was mit Most und dem innovativen Birnen-Aperitif „Mostello“ begann, stellt heute einen der international bekanntesten Bio-Betriebe des Landes dar. „Weltbester Wodka“ war vor Jahren der Startschuss, der die Bemühungen sichtbar krönte. Auch beim Whisky hat Josef Farthofer als Brenner ein Alleinstellungsmerkmal: Seine Getreide vermälzt er selbst.

Dass hier viel „Lehrgeld“ dabei war – denn niemand mälzt heutzutage noch selbst – wird schnell klar. Doch „Vom Feld in die Flasche“ soll keine Floskel sein. So steht es auf jeder Abfüllung der Whiskys, die Schlägler Roggen oder Braugerste nutzen und auch mit Fass-Finishs (etwa von kleinen Brauereien) spielen. Doch es wäre nicht Josef Farthofer, wenn er nicht auch eigene Fässer verwenden würde – jene, in denen einst sein „Mostello“ lagerte. Und dabei steht man in Sachen Whisky erst am Anfang!

Hier geht's zum Tour-Angebot der Destillerie Farthofer

Whiskydestillerie J. Haider:

Pionier mit Generationen-Power

1995 begann das Whisky-Zeitalter in Österreich - als Versuch, den Roggen des Waldviertels zu „veredeln“, anstatt dem Verfall des Getreidepreises zuzusehen. Johann Haider wollte es wissen und nutzte das alte Brennrecht des Hofs in Roggenreith. Aus der Notwehraktion wurde der größte Whisky-Erzeuger des Landes. Denn der kantige Whisky aus dem Norden traf einen Nerv – und begeisterte auch Tochter Jasmin. So heißt die Brennerei noch heute „J. Haider“, auch wenn der Generationswechsel (auch das eine Premiere im jungen Whisky-Land) vollzogen ist.

Im imposanten Fasslager der Erlebniswelt, dem „warehouse“, lagern heute die unterschiedlichsten Kombinationen. Das beginnt bei den Röstgraden des Malzes („Dark Rye“) und wird multipliziert von den Fässern. So gehören neben den klassischen Whiskys in der „heimatlichen“, Manhartsberger Eiche, auch Sondergebinde zum Genuss-Repertoire. Sie stammen von befreundeten Winzern und geben mit ihrer besonderen Vorbelegung (z. B. Süßwein) den Single Malts ihr ganz spezielles Gepräge. Kurzum: Eine Wunderkammer für Whisky-Freunde wartet!

Hier geht's zum Tour-Angebot der Whiskydestillerie J. Haider

 

Destillerie Weidenauer:

Die sanfte Kraft des Hafers

Optisch ein wunderschöner Hof, inhaltlich eine „Frucht- und Getreidewerkstatt“ – so nennt Oswald Weidenauer selbst seine Brennerei. Im Gebäude aus dem Jahr 1830 wird neben Mohn und Kriecherln eine Waldviertler Kulturpflanze verarbeitet, die zum Synonym für das Haus geworden ist. Auf seine Visitenkarte könnte „Ossi“ Weidenauer „Spezialist für Hafer-Whisky“ drucken. Denn der Nackthafer (heißt wirklich so!) ist hier in Kottes wichtiger als der Roggen. Praktisch das gesamte Getreide stammt von eigenen Flächen. Es kommt nicht nur Hafer in den – mit Holz befeuerten –, Kessel. Auch Einkorn oder Johannisroggen hat Weidenauer im Programm.

Doch das Gros der Whisky-Produktion macht der Hafer aus, den es auch ungemälzt als Waldviertler „Single Grain“ gibt. Für den Brenner ist er wie „flüssige Haferflocken“, doch er hat auch den Single Malt dazu. Kenner werden den Vergleich mit dem Whisky aus gemälztem Getreide lieben. Doch bei insgesamt sieben Abfüllungen findet jeder seinen Geschmack! Und es wird im schmucken Hofladen vermutlich nicht der einzige Kauf bleiben.

Hier geht's zum Tour-Angebot der Destillerie Weidenauer