Whisky oder Whiskey

Whisky oder Whiskey? Was ist besser?

Geschmack ist etwas Subjektives. Und das ist gut so. Weltweit sorgt eine reiche Auswahl an unterschiedlichsten Whiskys dafür, dass jeder seinen Favoriten finden kann.

Scotch Whisky steht nicht nur für das Herstellerland Schottland, sondern auch für eine Vielfalt die sich in Regionen einteilen lässt. Die Highlands erstrecken sich nördlich des Landes und sind typisch für einen meist kräftigen, komplexen, herben und oftmals torfigen Whisky. Wem das noch zu lieblich ist, der weicht am besten auf Whiskys der Insel Islay aus, wo Torfrauch dem Whisky seinen typischen Charakter verleiht. Anders die Lowland Whiskys, die meist keine Verwendung für Torf haben, und die ideale Basis für die Produktion von Blends bilden. Egal ob Single Malt, Blended oder Grain Whisky – Schottland ist Marktführer und exportiert mit einem Anteil an der Weltproduktion von 40 % vorwiegend in die USA, nach Frankreich, Spanien und Japan.

Die Whiskey Produktion in Irland unterscheidet sich nicht nur dadurch, dass sich ein „e“ vor das y gedrängt hat. Die Iren verwenden zum Mälzen kaum Torf, und das gemälzte Getreide wird gerne mit Rohgerste zum Grain Whiskey verarbeitet. Üblicherweise wird in Irland das Destillat dreimal destilliert und die Pott-Still-Brennblasen sind um ein Vielfaches größer als in einer schottischen Brennerei. Die meisten irischen Whiskyes sind Blends, ein Verschnitt aus verschiedenen Getreidesorten.

Dass auch die USA zu den führenden Whiskyländern gehören ist den schottischen und irischen Auswanderern zu verdanken. Obwohl sich die Schreibweise mit „e“ auch hier durchgesetzt hat, ist Whiskey aus Amerika durch die Verarbeitung von Mais oder Roggen unverkennbar. Bourbon und Rye repräsentieren somit den amerikanischen Whiskey. Bourbon verdankt seinen Namen dem Bourbon County in Kentucky, das nach dem französischen Herrschergeschlecht der Bourbonen benannt wurde. Er wird aus mindestens 51 % Mais hergestellt, ebenso viel Anteil benötigt der Rye an Roggen.

Während in der Prohibitionszeit zwischen 1920 und 1933 die meisten kleinen Brennereien in Amerika schließen mussten, schlug in Kanada die Stunde der Brennereien. Heute wie damals produzieren die meisten Destillerien in Kanada Blends.