Die Reifung

Die Vollendung -die Reifung

Wer Whisky herstellen will braucht viel Zeit, Geduld und wenigstens ein Holzfass. Meistens werden Eichenfässer für die Lagerung verwendet, andere Hölzer haben sich bei zahlreichen Versuchen als weniger geeignet erwiesen. Für die Alterung von Whisky werden vor allem die amerikanische Weißeiche und die französische Eiche verwendet.

Während in Amerika für manche Whisky-Sorten die Holzart zwingend vorgeschrieben wird und nur neue Fässer verwendet werden dürfen, wie bei Bourbon Whiskey, legen Schotten und Iren gerne das frische Destillat in gebrauchte Fässer, nicht selten in jene aus den USA. Was zunächst schlicht auf Effizienz und Sparsamkeit zurückzuführen war, erwies sich im Nachhinein als ideal für den Reifeprozess. Die Verwendung gebrauchter Sherry- und Madeira-Fässer mag für schottische und irische Whiskys typisch sein, lassen sich aber z. B. auch in Österreich finden.

Luft und Holz beeinflussen den gesamten Reifeprozess. Die Färbung des Produktes kommt ausschließlich vom Fass, wie auch die Holznoten. Jedes Fass wird deshalb vom Fassbinder getoastet, was bedeutet, dass es ausgebrannt wird. Wie schnell der Whisky altert, hängt unter anderem von der Fassgröße ab. Je kleiner das Fass, desto schneller ist das Produkt reif, da die Holzoberfläche in Relation zum Inhalt eine größere ist. Generell muss ein Whisky mindestens drei Jahre im Fass lagern.

Mit Ende der Lagerzeit ist das Produkt noch nicht trinkfertig, es sei denn man entscheidet sich für „Cask Strength“, der Fassstärke. Im häufigsten Fall wird das Destillat jedoch auf Trinkstärke gesetzt, was durch das Hinzufügen von Wasser geschieht. Mindestens 40 vol% Alkohol muss ein Whisky letztendlich aufweisen, um von Whisky zu sprechen. Nun steht dem Genuss nichts mehr im Wege.